"Lesempfehlung für das neue Jahr 2021 ...

ein Bildungserlebnis."

(Herbert Kramm-Abendroth)

... und das Buch öffnet die Augen für das, was wichtig ist im Leben.
"Wenn wir Neues schaffen wollen, müssen wir uns von dem bloß passiv-betrachtenden Denken, dem Zukunft fremd ist, lösen. Wir müssen den Willen zum Verändern der Welt,in der wir leben aufbringen und den Mut haben, unser Wissen und Denken auf die noch ungewordene Zukunft ausrichten."
(aus: GUTES LEBEN, S. 330)

 

Anlässlich des Pogroms am 9. 11. 1938 möchte ich gerne auf meinen Roman 'Verdacht und Vertrauen' hinweisen, in dem am Beispiel zweier Familien der Aufstieg und Fall des Nationalsozialismus erzählt wird.

"Hass wird zur Tat. Aus geschürtem Hass entspringt geschürter Terror, dachte Kurt. Fassungslos. Entgeistert. Er lief geduckt zu Olga, nahm sie bei der Hand und zog sie ins Freie. Draußen sahen sie sich einer johlenden Menschenmenge gegenüber. Beifallsgejohle und Heilgebrüll. Wo waren die Demokraten, hier mitten in Berlin? Gab es sie noch?"

Piano Grande


Ein Roman über die Liebe in Zeiten der Krise.

Der Roman Piano Grande zeichnet ein eindringliches Porträt des ersten Jahr-zehnt dieses Jahrhunderts, in dem die Finanz- und Wirtschaftskrise die Welt an den Rand des Abgrunds brachte.

Der Roman wirft auf dem Hintergrund einer großen Liebesgeschichte "einen sezierenden Blick auf die Gesellschaft und ihre Eliten..., die die Welt im Jahr 2008 in eine wirtschaftliche Kata-strophe geführt haben ..." (Wetterauer Zeitung)

 

Als vertiefende Ergänzung zu dieser Wirtschafts- und Finanzkrise empfehle ich Ihnen meinen Essay: Demokratischer Marktsozialismus. Ansätze zu einer bedürnisorientierten sozialen Ökonomie.

 

(Käthe Kollwitz)

 

Was ist das für ein demo-kratisches System, das unfähig ist, den Mord-versuch vom 13. Februar 2021 an ihrer Demokratie zu ahnden?

Unter Nice-to-now habe ich für Sie die Rede von Trump zur Wahl und den Sturm auf das Kapitol zu-sammengestellt.

 

Wenn Sie Interesse an  Roman-Themen zum Nationalsozialismus und Widerstand haben,

dann empfehle ich Ihnen meinen hochspannenden Roman
Verdacht und Vertrauen. Er umspannt am Beispiel zweier Familien die wohl wirkträchtigsten fünfzig Jahre deutscher Geschichte von 1918 bis 1968 umspannt. 

 

Besuchen Sie auch meine Autorenseite Henning Schramm  auf Facebook. Ich würde mich freuen, wenn sie Ihnen gefällt.

 

Ich möchte mich auch über das rege Interesse an meiner Homepage mit über 250.000

Besucher:innen bedanken.

Lyrik von Henning Schramm

 

 

 

Nachfolgend eine kleine Sammlung

meiner lyrischen Texte

 

 

 

LIEBESGLÜCK

 

 

Ein Augenblick,

eine flüchtige Berührung,

ein gemeinsamer Gedanke,

ein plötzliches Gefühl von Verbundenheit,

eine Explosion der Sinne.

 

Wie eine unbeherrschbare Flammensäule

brennt sich Verliebtheit in den Körper ein,

berauscht den Geist,

tötet das Denken.

Ein einziges Geben, kaum ein Nehmen.

Kein Gedanke an Morgen und an Gestern.

Genährt nur von Sinnesrausch und Entzücken.

Ein Gefühl des Schwebens im luftleeren All

im atemlosen Sein des schwerelosen Jetzt.

 

Glutrot der Mund, der verliebt dich küsst.

 

 

Gestützt von der absoluten Gewissheit,

gebändigt von der Klarheit des Fühlens und Denkens,

geformt vom überdauernden Geben und Nehmen

geprägt durch die Übereinstimmung

von Gefühl und Denken

von Gestern, Heute und Morgen

speist sich die Liebe

aus Dauer

aus Vertrauen

aus Fairness

aus Freiheit.

 

Angetrieben von unendlicher Energie

und ohne den blendenden Schein der Verliebtheit

beginnt mit ihr, dem Urknall gleich,

eine aufregende, unbekannte Reise

durch das grandiose Universum des Lebens.

Auf sanften Wellenbergen

beschirmt sie das menschliche Sein,

lässt es nach den Sternen greifen,

gibt ihm neue Impulse

und entfacht ein ewig funkensprühendes Feuermeer

in der Körper, Geist und Seele verschmelzen

und eins werden.

 

 

Die Wahrheit vor Augen

lässt sie keine Zweifel zu.

Im Wissen um ihre Unverfügbarkeit

und ihrer Unbedingtheit,

im Vertrauen auf sich

und der Achtung des anderen

vereinen sich Zweiheit

zu einer Einheit in Freiheit.

 

Liebe lebt im Wir.

Sie ist die Gegenwart des Anderen,

sie überwindet die Endlichkeit des Ich,

überlebt im Anderen,

getragen von

Mitgefühl, Geborgenheit, Innigkeit und Verständnis,

geleitet von

Sehnsucht, Leidenschaft, Wille und Hoffnung,

beglückt durch

Begehren, Lust, Hingebung und Erfüllung,

gefestigt durch

Selbstachtung, Würde, Wertschätzung und Solidarität.

 

Rubinrot der Mund, der Liebe flüstert.

 

        H S   2021

 

 

Glück

 

ein Gefühl nur
nicht zu greifen nicht zu erjagen
federleicht und schwebend
erhaben befreit von aller Schwere

des Glückes Blick
vom lichten Gipfel in die stille Ferne
gespiegelt in der Augen Glanz
verzaubert die Herzen

sich erhebend in den Äther
schweift das Glück in die Zeitlosigkeit
befreit vom Denken
und dem Gewicht die Erde

des Glückes flüchtiges Bewusstsein
eingetaucht in die Stille des Sees
bewegungslos
unergründbar tiefgründig

glitzernd und funkelnd
erhellt das Glück das Gemüt
bedeutsam und schrankenlos
krönt es der Seele Sehnsucht

Glück
zu haben, was ich wünsche
zu sein, was ich will
zu denken, was ich kann

ein Gefühl der Unendlichkeit,
gewährt, ohne zu fordern,
eine Ahnung, die an Höhe wett macht,
was dem Glück an Dauer fehlt

ein Empfinden der Schönheit
ein Verspüren der Erhabenheit
eine Erinnerung an Geborgenheit
ein Erleben von In-Sich-Sein

genährt vom Maß
angeregt vom lassenden Denken
inmitten der liebevollen Schwestern
Ekstase und  Zufriedenheit

einem reißenden Fluss gleich
überschäumend unersättlich
betäubend erregend
lebt die Ekstase im Augenblick

über die Ufer tretend
fordernd und maßlos
wird sie getragen
von glutvollem Außer-Sich-Sein

gleich einem leise dahinfließendem Strom   
fließt die Zufriedenheit gelassen
und behaglich durch die Zeit
und hat an Länge, was ihr an Höhe fehlt

eine Welt im Gleichgewicht
voll Hoffnung
Zuversicht
gleichmütigem In-der-Welt-Sein

Glück, Ekstase und Zufriedenheit
sind nicht die Herrscher der Welt
stets lauert deren Widersacher
des Menschen Glück zu stören

die Angst drängt sich in das Leben hinein
lähmend leidvoll und vernichtend
die Verzweiflungstat vor Augen
überwältigt von ihrer Macht

Angst bedroht des Glückes Existenz
der Verzückung süßes Leben
der Zufriedenheit heiteres Empfinden
und tötet alle Lebensfreude

In geschwisterlicher Eintracht nur
ist sie in die Knie zu zwingen
sich zu beugen
vor des Lebens Schönheit
und dem Glück, zu sein

 

H S   2021

 

Furcht vor der Angst

 

Der Mensch kann den Tod abstrakt antizipieren,
denn er läuft dem Menschen immer voraus.
Aber leider weiß er nicht, wann er sich uns zeigt
und das ist ihm ein Graus.

Heidegger, Kierkegaard und andre große Denker
sehen dies als Störung unserer Grundbefindlichkeit,
als Urgrund unserer Angst
und Zumutung des Gedankens der Freiheit.

Angst, hat sie den Menschen einmal in Besitz genommen,
ist nicht greifbar und doch da.
Sie lebt in uns als Gefühl,
unheimlich und bedrohlich
und trotzdem vertraut und wahr.

Wir können dieser Angst weder entgehen,
noch sie einfach missachten.
Wir müssen uns mit ihr arrangieren,
sie annehmen, konkretisieren
und genauer betrachten.

Wir können kämpfen gegen Krankheit,
Hunger und viele andere Nöte,
doch der Kampf gegen unsere Sterblichkeit
und ähnlichen unabwendbaren Dingen
ist sinnlos und gutes Leben kann so nicht gelingen.

Angst frisst sich in den Körper hinein
und zehrt ihn aus.
Gefühle werden von Panik attackiert,
die Seele entwickelt depressive Mutanten daraus.

Angst lässt sich mildern und überwinden,
wenn man für sich Gutes anvisiert
und Schönes reklamiert,
wenn Herzen sich verbinden und man sich selbst vertraut –
oder auch, wenn man die Ursache und den Grund durchschaut.

Angst zeigt sich bei den Menschen nur.
Ein Gefühl bloß, nicht dinglich gebunden und meist vage.
Furcht dagegen ist konkret und materiell.
Sie ist in Tier und Mensch existent,
zielgerichtet und evident.

Furcht vor der Angst, die nur abstrakt im Denken existiert,
aber nachdrücklich unser aller Befindlichkeit regiert,
sie mündet in einen Kampf,
der ewig brennt und nur Verlierer kennt.

Soll der Mensch gegen solch ein Abstraktum
mit Furcht sich wehren?
Oder wär es nicht besser
das Vertrauen in sich selbst zu mehren?

Der Mensch kann der Angst den Boden entziehen,
indem er seine Furcht auf Sachverhalte richtet,
die greifbar und benennbar sind
und diese bekämpft und schlichtet.

Doch auch das, wovor man sich fürchtet, sei wohlbedacht.
Allzu schnell zieht man sich des Spießbürgers Kleider über
und hat Furcht vor Handlungen und Dingen,
vor denen ein couragierter Mensch sich nicht fürchten muss
und die, wenn man sie anpackt, gelingen.

Hab also keine Furcht dich zu wehren
und auch keine Furcht vor der Angst.
Gib zu, dich zu fürchten vor Not und Pein,
Fürchte dich nicht, nicht allwissend oder fehlerhaft zu sein.

Es bleibt genug zu fürchten übrig,
sei es vor Dummheit und Intoleranz
vor Macht, Gewalt und Sklavenhalter,
oder auch vor der Vergesslichkeit im Alter.

Furcht auch davor,
die Freiheit und die Zukunft zu verlieren,
ohne Schutz zu sein und ohne Gerechtigkeit,
ohne Respekt, Vernunft und ohne Mündigkeit.

Der Mensch muss Gefahren differenzieren
und Risiken beurteilen und diskutieren.
Er kann manchmal so tun, als gäbe es sie nicht,
aber er kann sie nicht auf Dauer aus dem Leben verbannen,
sie gänzlich verdrängen und ohne sie planen.

Furcht schmerzt und tut manchmal weh,
aber sie hat auch ihre guten Seiten.
Sie mahnt uns zur Vorsicht und Achtsamkeit,
gibt uns Mut und lehrt uns Tapferkeit.

 

H S    2021

 

 

Du und ich

 

Ich bin der Mond, der dir im Dunkeln leuchtet

Ich bin der Wind, der dich streichelt

Ich bin die Sonne, die dich wärmt

Ich bin das Wasser, das dir Leben schenkt

Ich bin der Stern, der dir den Weg zeigt

Ich bin das Feuer, das in dir brennt

 

Du und ich

Wir sind aus den gleichen Elementen gezeugt

Ins Leben geworfen

Zum Mensch emporgehoben

Wir werden zu unserem Ursprung zurückkehren

Und in der Erden Schoß auf ewig vereint sein

 

H S   2021

 

 

Die ‚Fett Gret‘ im Winter

 

In der Freßgass in Frankfurt am Main
liegt prall und keck ein Weib aus Marmor formiert

den Po gen Himmel gestreckt und ganz ohne Pein
schaut sie uns nackt an und friert

H S   2021

 

 

Freiheit

 

Freiheit

  in der Einsicht der Möglichkeiten

    in der Verantwortung für sich und andere

      in der Erkenntnis von Vernunft

        im Bewusstsein der Endlichkeit

          im Wissen des Wofür und Wozu des Lebens

            in der Gestaltung des eigenen Lebens

              im Streben nach gutem Leben

            im Erfassen der inneren und äußeren Grenzen

          im Verstehen der Notwendigkeit

        in der Kenntnis der Wesenheit des Menschen

      in dem Erkennen, wo man aus Schwäche blind war

    im Begreifen der Möglichkeit des Scheiterns

  in der Wahrheit, dass ein Irrtum möglich ist

in der Gewissheit, dass Freiheit niemals herrscht

 

H S   2021

 

 

Ein Tag am Meer

 

Hörst du das Meer und den Wind?
Schmeckst du das Salz auf deinen Lippen?
Spürst du die Gischt auf deiner Haut?

Empfindungen verwandeln sich in
Träume,
Hoffnungen,
Leidenschaften,
Begierden,
Wünsche.
Sie machen sich breit in dir.
Sie schwärmen aus in die Welt
und streben nach Erfüllung
in unbedingtem Willen.

Die Sonne verschwindet hinter dem   Horizont,
blutrot,
greifbar nah,
erhaben.
Silberne Blitze
tanzen über die Wellenkronen.
Im Zwielicht des erlöschenden Tages
bedrohlich schwarz das Wasser,
aus dem die Hirngespinste
und ikonenhafte Erinnerungsbilder
schimärenhaft emporsteigen.

Die Nacht schwindet.
Gedankenschwer wird der Wunsch,
der aus den frühen Nebeln sich erhebt.
Am Morgen dann Klarheit.

Aus der Sinnen Schaum gezeugt
und gestaltet von der Erkenntnis
formen sich Einsicht und Vernunft
und streiten um Kopf und Herz
um Gefühl und Verstand.

Was will ich?
Was will ich nicht?
Was bin ich?

Das Wollen verlangt ein Urteil
von dir, über dich.
Für und wider.
Aus dir kommend und in dir seiend,
an dein Sein und dein Denken gebunden,
so wie Erde, Sonne und Kosmos
seit jeher verbunden sind.

Eingespannt zwischen Körper und Geist,
im Gespräch mit dir und der Welt,
dessen Teil du bist,
muss du abwägen,
deinen eigenen Weg finden
zu dir und zu den anderen –

folgend den Geboten in dir,
fordernd die Freiheit außer dir.

Salz würzt die Luft,
Feiner Sand rieselt durch die Hand,
die helle Sonne steht hoch am Himmel.

Die Gedanken gewinnen an Deutlichkeit,
fordern eine Entscheidung.
Sie drängen zum Handeln,
gelüsten den Stillstand zu überwinden
und Verantwortung zu tragen.
Des Willens Begehren
im Tun vollenden  –

bevor die Sonne fahlgrau
im Dunst der Dämmerung
hinter dem Horizont entschwindet.

 

H S   2020
 

Waldspaziergang

 

Der Wald raunt still

auf eigne Art und Weise,

der Sonne Strahlen scheinen

silbrig durch den Tann,

Der Nebel milchiges Weiß

zieht sanft vom Tal bergan.

 

Des Wanderers Blick

kehrt sich nach innen

und öffnet ihm sein Herz.

Er schaut der Liebsten Seele,

die sich ihm entgegenstreckt

und liebevoll umfängt.

Seine Augen strahlen Glück

und sagen ihr auf diese Weise still

wie er dich liebt und will.

 

H S   2020

 

 

   Die Wand des Kerkers

 

Das Denken ist die Wand des Kerkers,
in dem das Sein gefangen ist.


Die Wände zu entdecken,
ist unser Werk ein Leben lang.

Doch wenn sie erkannt,
so werden sie zu Wachs in unsern Händen
und erweitern Herz und Denken.

 

  H S   2019
 

 

 

Emotionen

 

Wenn ich an dich denke
     Wärmt es mich

 Wenn ich dich fühle
                Glühe ich

                      Wenn ich dich berühre
                           Verbrenne ich

 

        Wenn ich dich verliere
              friere ich

 

                                                            H S   2011
                                                        


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© Henning Schramm