Zitate-Sammlung

"Das Denken ist die Wand des Kerkers,
in dem das Sein gefangen war.
Die Wände zu entdecken ist unser Werk ein Leben lang,
sie sind weit weg und oftmals unsichtbar." (Henning Schramm)
"Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen." (George Bernard Shaw)
"Zu sein, was wir sind, und zu werden, wozu wir fähig sind zu werden, das ist das einzige Ziel des Lebens." (Robert Louis Stevenson)
"Dadurch, dass sich der Mensch der Wahrheit und der einhelligen Zustimmung nicht mehr gewiss sein kann, wird er zum Individuum." (Milan Kundera)
"Der Mensch kriegt immer so viel Kraft, wie er braucht - aber erst dann, wenn er sie braucht." (Dietrich Bonhoeffer)
"Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie, wie wir sind." (Anais Nin)
"Wenn einer, der gekrochen kaum mit großer Mühe auf einen Baum, schon glaubt, dass er ein Vogel wär', dann irrt sich der." (Wilhelm Busch)
"Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass man ununterbrochen gezwungen ist, dazuzulernen." (Peter Ustinow)
"Solange wir da sind, ist der Tod nicht da, wenn aber der Tod da ist, dann sind wir nicht da." (Epikur)
"Fülle deine Tage mit Leben und nicht dein Leben mit Tagen." (Richard David Precht)
"Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust." (Leo Tolstoi)
"Die Wahrheit und die Reinheit unseres Wollens sind bedingt durch das Wissen um die Grenzen des Wissens und des Könnens." (Karl Jaspers)
"Das Vergnügen, mit dem wir durch die Schneise rennen, die ein System uns ins Gehölz geschlagen hat, läßt uns vergessen, daß zu beiden Seiten der Urwald unversehrt geblieben ist."
(
Nicolàs Gòmez Davila
)
"Wahr ist die Rede, wenn das, was einer sagt, von anderen akzeptiert wird, weil es ihnen ebenfalls etwas bedeutet, ohne daß postuliert wird, dies müsse mit Gewissheit "dasselbe" identische "Etwas" sein wie beim Sprechenden." (
Josef Simon
)
"Die Offenständigkeit des Verhaltens als innere Ermöglichung der Richtigkeit gründet in der Freiheit. Das Wesen der Wahrheit ist die Freiheit." (
Martin Heidegger
)
"Leben ist das, was dir zustößt, während du eifrig dabei bist, andere Dinge zu planen." (
John Lennon
)
"Der Mensch ist dazu verurteilt, frei zu sein" (
Jean Paul Sartre
)
"Jede Veränderung des Gleichgewichts ist ein Schritt ins Ungewisse."
(
A.R.
Penck
)
"Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu..." (
Ödön von Horvath
)
"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt"
(
Friedrich Schiller
)
"Die höchste Aufgabe des Menschen ist zu wissen, was einer sein muß um ein Mensch zu sein.“ (Immanuel Kant)
"Sapere audete!" ("Wagt zu wissen") (
Immanuel Kant
)
„Wer Frieden will, darf keine Feindbilder aufbauen!“ (
Carola Stern
)
 "Um allein zu leben, muss man ein Tier oder ein Gott sein - sagt Aristoteles. Fehlt der dritte Fall: Man muß beides sein - Philosoph" (
Friedrich Nietzsche
)
"Die Philosophie vermindert unsere Gewissheit darüber, was die Dinge sind, aber sie vermehrt unser Wissen darüber, was die Dinge sein könnten" (
Bertrand Russell
)
"Worüber man nicht reden kann, darüber muß man schweigen." (
Ludwig
Wittgenstein
)
"Die Grenzen meiner Sprache sind auch die Grenzen meiner Welt." (
Ludwig
Wittgenstein
)
"Pflege und verwöhne dein Ich, denn es ist das Einzige, was dir ganz gehört
 und vollständig von dir abhängig ist." (Henning Schramm)
"Was nützt einem ein Palast, wenn man selbst in der Scheune nebenan wohnt?" (
Soren
Kierkegard)
"Der Mensch muss auf einem Seil sein Gleichgewicht halten, das vom Nichts zum Nichts gespannt ist." (Harry Mullisch)
"Das Wesen einer ersten großen Liebe ist, dass sie nicht überdauerte, dass sie verging, ohne jemals wirklich zu vergehen. Es ist die Vertreibung aus dem Paradies, die notwendig war, um ein Mensch zu werden." (Wolfram Fleischhauer)
"Glücklichsein heißt, dass alles in einem schweigt." (
A. Maier
) "Bemühe dich nicht das festzuhalten, was nicht zum Festhalten bestimmt ist." (Zeruya Shalev)

"Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen." (Sprichwort)
"Kinder haben noch keine Bewegung - sie sind Bewegung; sie haben keine Empfindung - sie sind Empfindung" (
Ingvo Broich
)
"Reichtum ist, was andere einem nicht nehmen können" (
Sprichwort
)
"Der beste Weg ist nicht der schnellste, sondern der schönste" (
Zugvögel - einmal nach Inari
)
"Ohne Hafen ist kein Wind der richtige" (
Sprichwort
)
"Sei gelassen gegen Dinge, die Du nicht verändern kannst. Habe den Mut Dinge zu verändern, die man ändern kann. Und habe die Weisheit, zwischen beiden Dingen zu unterscheiden." (
Sprichwort
)
"Ist erst einmal die grundsätzliche immerwährende Mordbereitschaft gegen Mitmenschen geweckt, so ist es eine Kleinigkeit, die Einzelobjekte zu wechseln." (
Sebastian
Haffner
)
"So schlimm kann es nach dem Tod nicht sein. Vor der Geburt war's ja auch nicht so arg." (Alfred Heineken)

Was ist Unterhaltung: "Information ohne Folgen, ein Spiel, bei dem immer nur eine Seite ausgibt und die andere nichts zu verlieren hat, als das Interesse." (Peter Glaser)
"Die
Marktwirtschaft
kuriert den Magen, aber die Seele wird ruiniert." (Marion Dönhoff)
"Die Menschen, die von einem
bestehenden System
profitieren, sind zahlenmäßig stets denjenigen unterlegen, die sich von einem neuen mehr versprechen." (John Updike)
"Weil
Amerika
viel mehr ein Prinzip ist als ein Ort, ist Amerika auch überall." (Dan Diner)

Nice-to-Know

Ergebnisse einer Befragung von amerikanischen Soldaten in Irak durch das Pentagon:
- Mehr als die Hälfte der BefragtenUS-Soldaten sagten, dass sie keine Achtung und kein Respekt vor der irakischen Bevölkerung hätten.
- 40% der Befragten würden ihren Vorgesetzten nicht melden, wenn Iraker durch amerikanische Soldaten gefoltert würden, wenn dadurch das Leben von Amerikanern gerettet werden könnte.

Über die journalistischen Qualitäten von Sabine Christiansen, Günther Jauch, Johannes B. Kerner und Reinhold Beckmann mag man streiten und man kann durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Der ehemalige Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, Roderich Reifenrath, hat den gennanten Personen jedenfalls in einer Podiumsdiskussion am 12. 12. 2006 in Frankfurt jedwede journalistische Qualität abgesprochen und hält die Bezeichnung 'Journalist' für die Genannten schlichtweg für unangebracht. Auf der selben Veranstaltung war zu hören, dass die Frankfurter Rundschau sich vor allem aufgrund des drastischen Rückgangs des Anzeigengeschäfts, mit dem früher 2/3 des Erlöses erwirtschaftet wurde (heute nur noch ca. 50%), in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet und nach Aussage des Betriebsrats 200 Arbeitsplätze bedroht sind.

Wussten Sie, dass unter Michail Gorbatschow schon 1987 im Politbüro der Sowjetunion ernsthaft über die Wiedervereinigung Deutschlands nachgedacht wurde. Der damalige Außenminister Schewardnadse im Politbüro: "Wir müssen die Idee eines einheitlichen Deutschland ernsthaft untersuchen, wissenschaftlich." Michail Gorbatschow sagte dazu: "Honnecker war immer sehr einsilbig, wenn wir ihn auf die Mauer ansprechen. Deshalb müssen wir ganz taktvoll mit ihnen über Prozesse reden, die unvermeidlich sind." (Protokolle des Politbüros, in: Der Spiegel 46/2006, S 132).
Der
Mauerfall
selbst kam für die Sowjetunion ebenfalls nicht überraschend. Schon sechs Tage vor dem Mauerfall am 3. 11. 1989 schlug Schewardnadse im Politbüro anlässlich einer Diskussion über die Lage Ost-Berlins vor: "Wir sollten die Mauer lieber selber abbauen." (ebda. S. 134).

Die USA, in denen sich das neoliberale Marktkonzept bisher am weitesten durchgesetzt hat, stellen vier Prozent der Weltbevölkerung, verwahren aber ein Viertel aller Strafgefangenen der Welt. Mit über sechshunderttausend Beschäftigten sind die staatlichen und privaten Gefängnisse nach General Motors und Wal-Mart der drittgrößte Arbeitgeber der Vereinigten Staaten. Die Zahl der Häftlinge ist in den USA von knapp 200 000 im Jahr 1970 auf beinahe 825 000 im Jahr 1991 gestiegen – ein für eine demokratische Gesellschaft einzigartiger Anstieg von 300 Prozent in zwanzig Jahren. Im Jahr 2002 betrug die Zahl der Häftlinge schon 2,1 Mio. Fallen in Europa auf 100 000 Einwohner im Durchschnitt 60 bis 80 Strafgefangene, so ist diese Zahl in den USA mit 600 zehnmal so hoch. (Henning Schramm, Recht auf Ineffizienz, S. 50f und S. 59).

Wussten Sie, dass Günter Grass in seiner Jugendzeit nicht nur mit dem Nazi-Regime, sondern auch mit dem zukünften Vertreter des Himmels auf Erden, Papst Benedikt XVI., alias Joseph Ratzinger, unter einer Decke steckte (und dort mit dem zukünftigen Papst um die Wette knobelte). (Günter Grass, Beim Häuten der Zwiebel, S. 191f.)

Sebastian Haffner schreibt in seinem Buch 'Geschichte eines Deutschen' über Deutschland und die Deutschen im Nazi-Regime: Das 3. Reich wurde 1933 aus dem Verrat der Gegner und dem Gefühl der Hilflosigkeit, der Schwäche und des Ekels, das er erzeugte, geboren(S. 130). Deutsche sind ein Volk ohne die in der Stunde der Prüfung mobilisierbare Reserve an Stolz, Gesinnung, Selbstgewissheit, Würde... Das Ergebnis dieses millionenfachen simultanen individuellen Nervenzusammenbruchs war das geeinte, zu allem bereite Volk(S. 132).

Goethe schrieb 1808 zum Thema Deutschland und die Deutschen: Deutschland ist nichts, aber jeder Deutsche ist viel.

Wussten Sie, dass das Volkseinkommen in Deutschland seit 2001 um 202 Milliarden Euro gestiegen ist? Wussten Sie aber auch, dass davon 85% oder 171 Milliarden Euro auf Unternehmens- und Vermögenseinkommen und lediglich 15% oder 31 Milliarden Euro auf die Arbeitnehmerentgelte der 34 Millionen abhängig Beschäftigten entfallen, deren Entgelte im Jahr 2005 darüber hinaus sogar nominal um 5,6 Milliarden Euro gesunken sind? (Heinz-J- Bontrup, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der FH Gelsenkirchen, in der Frankfurter Rundschau vom 15.8. 2006)

Zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert fielen ca. 200.000 Menschen der Inquisition zum Opfer.

Lügen
Walter Ulbricht: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." (5.6.1961)
Uwe Barschel: "Ich gebe dem deutschen Volk mein Ehrenwort" ... nichts von der Bespitzelung seiner Wahlkampfgegner gewusst zu haben. (18.9.1987)
Bill Clinton: "Ich hatte keine sexuelle Beziehung mit dieser Frau - Miss Lewinsky." (26.1.1998)
Helmut Kohl: "Ich habe weder für mich noch die Partei eine finanzielle Zuwendung bekommen." (28.11.1999)
Colin Powell: "In der Tat belegen die Fakten, dass Sadam Hussein und sein Regime Massenvernichtungswaffen besitzen." (5.2.2003)
Mohammed Saeed al-Sahaf: "Es gibt keine Amerikaner in Bagdad." (7.4.2003)

Zehn alternative Gebote (Henning Schramm)

1.   Erkenne dich selbst (Innschrift am Tempel des Appollo in Delphi)
2.   Werde, wer du bist, und liebe, was du geworden bist, denn nur so bist du in der 
       Lage Liebe zu geben.
3.   Tu niemandem etwas an, von dem du nicht willst, dass es dir selbst geschehe.
4.   Bedenke immer die Folgen deines Tuns für die Zukunft, denn du musst den Rest    
       deines Lebens darin verbringen.
5.   Bewahre dir die Entscheidungsmöglichkeit, denn nur so ist Verantwortung und
       Freiheit möglich. 
 
  
6.   Verliere nicht deinen Humor, nicht alles, was Ernsthaftigkeit erheischt, muss auch 
       mit Ernst behandelt werden.

7.   Sei nicht gleichgültig gegenüber dem Leid anderer.
8.   Interessiere dich für das Unbekannte, denn, wer Fremde und Fremdes kennenlernt, 
      fürchtet sich nicht mehr davor.
9.   Wehre dich gegen jede Art von Despotismus.
10. Genieße jeden Tag angesichts der Vergänglichkeit des Lebens.

Frankfurt am Main in Zahlen:
661.877 Einwohner (Stand: Ende 2006), 243.000 Pendler, 451.135 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte (Ende 2005), 587.800 Erwerbstätige, Arbeitplatzdichte: 906 Erwerbstätige je 1000 Einwohner (= höchste Arbeitsplatzdichte in Deutschland), Summe der jährlichen Bauanträge über 1,3 Milliarden Euro. 380 Banken, 20 Bühnen, 30 freie Gruppen, 37 Museen, 44.000 Unternehmen. 52,7% Single-Haushalte (2005), Bürger aus 180 Nationen, Ausländeranteil an der Bevölkerung 24,8%, 34.653 Studierende, davon 56% Frauen (WS 2004/2005), 2,7 Mio. Gäste im Jahr 2005, 50.000 Schwule und Lesben (2007) (davon 7700 14-27 Jahre).

Nachlese zur EM 2008:
Zitate unserer Fußballprofis, von denen nach einer Umfrage der Spielergewerkschaft VDV 60 Prozent Abitur haben sollen.

Josef Hickersberger: "Wir trainieren nur unsere Stärken, deswegen ist das Training meist nach 15 Minuten abgeschlossen." (FR. v. 14./15.Juni 08)
Folgende Zitate aus: UNICUM, Juni 2008, Nr. 6., S. 28
Nils Oude Kamphuis: "Wenn wir alle Spiele gewinnen, werden wir Meister."
Jens Lehmann: "Eine Minute nach Spielende habe ich noch nicht die Intelligenz, um das Spiel zu beurteilen."
Olaf Thon: "Man darf das Spiel doch nicht so schlecht reden, wie es wirklich war."
Michael Ballack: "Wir können so etwas nicht trainieren, nur üben."
Matthias Sammer: "Das nächste Spiel ist immer das nächste."
Mehmet Scholl als werdender Vater: "Es ist mir völlig egal, was es wird. Hauptsache er ist gesund."
Mehmet Schooll: "Ich fliege irgendwo in den Süden - Kanada oder so."
Michael Preetz: "Da war dann jeder Treffer ein Tor."
Roland Wohlfart: "Zwei Chancen - ein Tor: Das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung."
Thomas Häßler: "Ich bin körperlich und physisch topfit."
Stefan Reuter: "Zur Schiedsrichterleistung will ich gar nichts sagen, aber das war eine Frechheit, was da gepfiffen wurde."
Andreas Möller: "Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl."
Toni Polster: "Für mich gibt es nur entweder oder. Also entweder voll oder ganz."
Lothar Matthäus: "Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken."
Lothar Matthäus bei seiner ersten Pressekonferenz in New York: "I hope, we have a little bit lucky."
Stefan Effenberg: "Die Situation ist aussichtslos, aber nicht kritisch."
Franz Beckenbauer: "Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser." (FR v. 7./8. Juni 2008)
Andreas Möller: "Mein Problem ist, dass ich immer selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber." (FR v. 7./8. Juni 2008)
Karl-Heinz Körbel: "Wir waren vom Pech begünstigt."
(FR v. 7./8. Juni 2008)
Sepp Herberger: "Das nächste Spiel ist immer das schwerste."
(FR v. 7./8. Juni 2008)
Michael Ballack: "Rituale habe ich nicht - bis auf Sachen, die man immer wieder gleich macht."(FR v. 25.Juni. 2008)

Frage Harry Nutt (FR): "Sind Sie aus dem Auftreten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (bei der EM 08) schlau geworden?"
Antwort Gunter Gebauer (Sportphilosoph): "Sie ist in ihrer Körpersprache sehr rätselhaft. Sie verfügt über eine sehr stumme Gestik. Im Unterschied zu ihrer politischen Taktik ist sie motorisch extrem unbegabt. Sie wirkt wie eine, die immer den Sportunterricht geschwänzt hat. Sie kann nicht jubeln, sie kann nicht von einem Bein aufs andere treten. Sie kann auch die Arme nicht richtig in die Höhe reißen. Das ist eine sehr lamentable Art der Körperpräsentation."


Wenn Sie Visualisierungen vorziehen, biete ich Ihnen nachfolgend noch einige aktuelle Bilder aus "der Mitte unserer Gesellschaft und des Zeitgeschehens" an: